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+++ ABSAGE +++

– Nachholtermin wird in Kürze hier bekanntgegeben –

Termin: 

26.01.2022 

Beginn: 

20 Uhr

Ort:

Stadtbibliothek Bielefeld, Neumarkt 1

„Dunkelblum“ ist ein Roman über die NS-Zeit und ihre Verdrängung, eines der zentralen Themen der deutschen Gegenwartsliteratur, das die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse mit neuer Energie aufgeladen hat. Nicht zuletzt hat sie eine Sprache kreiert, ein literarisches Traum-Österreichisch, mit der sie den Schlüssel zu den Köpfen der Protagonisten gefunden zu haben scheint. Das fiktive Dunkelblum – ihm liegt das historische Rechnitz zugrunde – ist eine Gemeinde im Burgenland, im Grenzgebiet zu Ungarn, hinter deren Fassade sich die Geschichte eines Verbrechens verbirgt. Ihr Wissen um das Ereignis verbindet die älteren Dunkelblumer seit Jahrzehnten genauso wie ihr Schweigen über Tat und Täter. Der Roman setzt im Sommer 1989 ein. Unruhe und Betriebsamkeit an der ungarischen Grenze stören das alte Geheimnis auf, das sich wie ein Gespenst zu erheben scheint. „Dunkelblum“ ist ein soghafter Sprachrausch und ein Thriller, komplex und virtuos komponiert. Eva Menasse war Redakteurin, wurde 2000 bekannt mit „Der Holocaust vor Gericht“, bevor sie 2005 ihren ersten Roman, „Vienna“, veröffentlichte, dem 2016 „Quasikristalle“ folgte. Sie wurde mit zahlreichen Preisen, u.a. dem Ludwig-Börne-Preis, ausgezeichnet.

2G-Regelung: Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis.

Moderation: Prof. Dr. Kai Kauffmann

Foto: © Jörg Steinmetz